Montag, 4. Februar 2013

Chickpea Teriyaki

Wenn nicht dieses Gericht als erster Post für diesen Blog, welches dann?

Ein Blatt. Ein Korn. Eine Bohne.

Jedesmal wenn ich dieses Gericht koche (und das kommt gar nicht mal so selten vor), gehen mir diese drei Wörter wie ein Ohrwurm im Kopf um.

Spinat. Naturreis. Kichererbsen.
Blatt. Korn. Bohne.
Leaf. Grain. Bean.
Nom. Nom. Nom.

Das Original-Rezept stammt aus Lindsay J. Nixons "Happy Herbivore"-Kochbuch und ist eines der wenigen Rezepte, die ich daraus je adaptiert habe.
Für mich fällt das Buch damit leider klar in die Kategorie Fehlkauf, aber vor allem, weil ich mit der Kombination aus fertigen Saucen, Zwiebel- und Knoblauchgranulat sowie "kein Öl, kein Zucker" nicht so viel anfangen kann. Ich finde, dass zu einer vollwertigen Küche einfach möglichst viel Frisches, Selbstgekochtes und -gemachtes gehört, und dass der sparsame und bewusste Umgang mit gesunden Fetten (ok, ok, auch mal mit nicht ganz so gesunden Fetten) und eben auch mal Zucker in Form von Rohrohrzucker auch ein Teil davon ist.
Zu ihrer Ehrenrettung muss ich allerdings sagen, dass sie in Amerika fast so etwas wie ein Guru der "plant-based"-Küche zu sein scheint und geholfen hat veganes Kochen aus gesundheitlichen Gründen zum Mainstream zu machen.
Kaum eine Woche vergeht, in der sie nicht stolz (zu Recht) einen Leserbrief auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, in dem ihr ein frischgebackener Veganer dafür dankt, mit ihren Rezepte abgenommen und zu einem gesünderen Lebensstil gefunden zu haben.

Lindsay benutzt fertige Teriyaki-Sauce zum Marinieren der Kichererbsen und schlägt als optionale Beilage Grünkohl vor.
In meiner Variante ist die Marinade für die Kichererbsen selbstgemacht (lohnt sich) und der Spinat keine Option, sondern ein Muss :).

Man kann das Rezept super vorbereiten und hat dann abends vorm Essen nicht mehr wirklich viel Arbeit - mit ein Grund, warum ich das zur Zeit so gern mache, wenn der Kleine mittags schläft packe ich die Kichererbsen in die Marinade und mache die Salsa.

Happy Herbivore Hawaiian Chickpea Teriyaki à la Katharina



Ca. 500 g Kichererbsen aus dem Glas oder eingeweicht, gewaschen
1 Zehe Knoblauch, gepresst
1/2 Zitrone, Saft davon
1 Stk frischer Ingwer, daumenkuppengroß, fein gehackt
1 EL Rohrohrzucker
3 EL Sojasauce
1 EL Olivenöl
2-3 EL frische gehackte Petersilie

1 Mango, alternativ eine kleine Ananas
1 kleine rote Zwiebel
1-2 EL frischer gehackter Koriander
1/2 Bund frische gehackte Petersilie

1 Pk TK Spinat, am besten den ungehackten Blattspinat
2 EL Sojacauce
2 EL Sesam
etwas Zitronensaft

ca. 300 g Naturreis

Gewürze: Salz, Pfeffer, Curry, Kreuzkümmel, Muskat, Rosmarin, Thymian


Die Kichererbsen in einer Marinade aus Knoblauch, gehacktem Ingwer, Zitronensaft, Zucker, Sojasauce, Öl, Curry, Kreuzkümmel, Thymian und Rosmarin ziehen lassen, eine Stunde sollten sie mindestens marinieren.

Die Mango fein würfeln und zusammen mit der gehackten roten Zwiebel und dem gehackten Koriander und der Petersilie in eine Schüssel geben und ebenfalls mindestens eine Stunde ziehen lassen.

Den Naturreis aufsetzen und bissfest kochen.

Den unaufgetauten Spinat mit der Sojasauce in einen Topf geben und gar köcheln lassen, mit etwas Muskatnuss abschmecken und den Sesam einrühren. Salz sollte durch die Sojasauce nicht mehr nötig sein. Nach Geschmack kann man jedoch noch etwas aufgießen. Kurz vor dem Servieren den Zitronensaft dazu geben, damit hat man Dank des Vitamin Cs eine hervorragende Eisenquelle.

Die Kichererbsen bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten in der Marinade köcheln lassen, dabei aufpassen, dass sie nicht zu trocken werden, bei Bedarf etwas Wasser angießen. Petersilie unterrühren.

Alle warmen Zutaten zusammen auf den Teller geben, nach Geschmack mit der Mango-Salsa toppen oder mischen.

Statt des Spinats kann man auch super mit Zwiebeln und Knoblauch angeschwitzten Mangold nehmen.

Fertig. Lecker. Blatt, Korn & Bohne.


Kommentare:

  1. Hi Katharina, toll dass du jetzt auch unter die Blogger gegangen bist! Ich bin gespannt und hoffe auf viele leckere Rezepte, die ich mit Katrin nachkochen kann!

    Blatt, Korn & Bohne ist übrigens die schönste Übersetzung von "A grain, a green, and a bean" die ich bisher gelesen habe :-)

    Liebe Grüße,
    Daniel

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    1. Danke Dir, Daniel - ich bin gespannt auf Euer Feedback!
      Lieben Gruß,
      Katharina

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  2. Hallo Katharina,
    wie schön, dass es jemandem ähnlich geht mit dem "Happy Herbivore"-Kochbuch! Ich habe es nämlich auch und war auch aus den selben genannten Gründen ziemlich enttäuscht....!
    Daher werde ich gerne mal Deine Version vom Teriyaki austesten!
    Übrigens auch von mir ein ´Herzliches Willkommen´in der Bloggerwelt! ;-)
    VG, Greensoul

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  3. Danke Dir, Greensoul! Das einzige, was ich sonst noch aus dem Happy Herbivore-Kochbuch versucht habe, waren die Zimtschnecken - leider ein totaler Reinfall und mir persönlich eine Lehre, dass Backen nahezu ohne Fett nichts für mich ist ;).
    Lieben Gruß
    Katharina

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  4. Kannst du mir sagen wie ich deinen Blog zu meiner Liste hinzufügen kann? Ich würde gerne in meiner Bloggerliste immer denie Updates sehen, damit ich keinen Eintrag verpasse, aber ich finde seitlich den Button nicht, der da normalerweise auftaucht.... Schade :-(

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    1. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber die Google-Suche hat ergeben, dass Du den Blog wohl nur abonnieren kannst, wenn Du ein Google+ Profil hast :(, den Button hat Google wohl entfernt.
      Ansonsten müsste ganz unten "Abonnieren" erscheinen.
      Ich schau später noch mal, ob man das umgehen kann und ob das so stimmt und meld mich noch einmal falls ich was rausfinde!
      Freut mich aber sehr, dass Du meinen Blog abonnieren möchtest :)

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