Sonntag, 15. September 2013

5x Mittagessen mit einem Einjährigen, Einleitung

Seit zwei Wochen bin ich wieder mit meinem kleinen Krümelkeks allein daheim. Der Monat Elternzeit, den mein Mann zum ersten Geburtstag genommen hatte, ging viel zu schnell vorbei.
Und als ich Montagmorgen seit langem mal wieder allein in der Küche stand und grübelte, was ich dem Kindchen wohl zum Mittagessen kredenzen kann, kam mir die Idee für diesen Post.

Ich hoffe, ich enttäusche damit niemanden, denn bei den Rezepten diese Woche geht es
weder um Orginalität, Raffiniertheit noch um Außergewöhnliches.
Naja, darum geht es bei meinen Rezepten generell nicht wirklich, aber in diesem Fall sind alle Rezepte bewusst einfach, schnell, unkompliziert und mit geringem Zeitaufwand gemacht.
Jede Mutter weiß bestimmt, was es bedeuten kann jeden Mittag für ein einjähriges Kind kochen zu müssen. Im Idealfall steht man nämlich dafür nicht eine Stunde in der Küche um danach noch auf den Knien die Dekorationsversuche des Kindchens vom Fußboden zu entfernen zu müssen und dann Abwasch mit besagtem Zwerg am Hosenbein zerrend zu machen.
Überhaupt ist ja auch immer nicht gesagt, ob besagtes Menschlein das mit Liebe zubereitete Essen überhaupt anrührt. Den einen Tag sind Zucchini nämlich der Hit, am nächsten taugen sie bestenfalls zum - wortwörtlich - in die Haare schmieren.

Warum dieser Einleitungspost? Weil Mütter erbitterte Diskussionen über das richtige Alter für Pastinakenbrei führen können. Weil grundsätzlich jede Mutter, die es selbstbewusst anders als man selbst macht, eine Kritik an der eigenen Herangehensweise darzustellen scheint. Weil die Auffassungen darüber, was und wie ein Kind in diesem Alter essen sollte, so unterschiedlich sind, wie sie nur sein können - von BLW, Bird Feeding und Brei mal ganz abgesehen.

Ich habe nach reiflicher Überlegung ein paar Dinge beschlossen die sich in den kommenden Rezepten wiederspiegeln werden:
Gewürze sind ok. Solang es nicht scharf oder sehr kräftig gewürzt ist.
Salz ist ok. Aber seeeeehr seeeeeehr sparsam. Seeeeeeeeehr sparsam. Mini-Niere = Mini-Salzmenge.
Soja ist ok, solange es in Maßen gegessen wird. Auch in unfermentierter Form. Auch für einen Jungen. Ich weiß, ich weiß - auch darüber werden hitzige Diskussionen geführt. Bitte nehmt diesen Blog nicht zum Anlass, sie auch hier zu führen.
Stückige/feste/rohe/"harte" Nahrung ist ok, ich habe tatsächlich wenig Sorge, dass mein Kind sich verschluckt.
Allergene Lebensmittel sind ok. In meiner Familie und in der meines Mannes gibt es kaum bis gar keine Allergien, der Zwerg ist also nicht vorbelastet und hat bisher auch auf noch nichts reagiert - alle "kritischen" Lebensmittel (außer Kuhmilch, Ei und Fisch, versteht sich) haben wir auch schon durch.

Wer für sich und sein Kind anders entscheidet oder entschieden hat, hat das bestimmt ebenfalls nach reiflicher Überlegung getan, und mir liegt nichts ferner als zu behaupten, dass ich die ultimative Weisheit zur Kinderernährung für mich gepachtet hätte.
Oder, dass mein Weg in irgendeiner Form "richtiger" oder besser ist. Ich bin offen für Anregungen - immerhin geht es um mein Kind, und ich möchte wissen, wenn ich unwissentlich etwas mache, was ihm schadet.
Ich bemühe mich schließlich einfach nur meinem Wissensstand entsprechend so gut wie möglich für mein Kerlchen zu sorgen. So.

Der Krümel ist ein BLW-Kind, soll heißen, ich habe ihm die Führung bei Tempo und Auswahl überlassen. Mit anderen Worten: Er isst seitdem er neun Monate alt ist bei uns am Familientisch mit und hat seit dem (fast) alles in zuerst noch ungesalzener und kaum oder garnicht gewürzter Variante angeboten bekommen und meistens auch gegessen.
Jetzt mit 13 Monaten isst er alles was wir essen, generell salze ich nun deutlich weniger und würze etwas milder.
Positiver Nebeneffekt - mein nicht unerheblicher Salzkonsum hat sich drastisch reduziert, da ich erst auf dem Teller nachsalze.

Soviel zum "Disclaimer" ;) - zurück zum Eigentlichen. Schnell, einfach, trotzdem möglichst lecker und gesund soll es sein, und idealerweise auch noch was für Muttern, die ja auch irgendwann essen muss.
Was ist das vegane Äquivalent der eierlegenden Wollmilchsau? Ein klein bisschen diese Rezepte, hoffe ich :).

Ich hoffe Euch wird es gefallen, auch wenn es für die Nicht-Mütter zu banal, für die Mütter zu wenig Brei/ungewürzt/gesund/gewürzt/abwechslungsreich/kindgerecht ist und für die Kindchens sowieso zu doof ist, weil sie gerade zahnen.

Bis morgen mit dem ersten Rezept :).

Kommentare:

  1. Hallo Katharina, Du hast die Noch-nicht-Mütter vergessen :-) Ich bin sehr gespannt, was Du berichten wirst!
    Grüße, Eva

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Eva,
      stimmt - die hätte ich auch erwähnen sollen :). Hoffe, die Gerichte werden Dir gefallen!
      Lieben Gruß, Katharina

      Löschen
  2. Cool!

    Bin gespannt was auf dem Teller und hoffentlich nicht auf dem Boden landet ;)!

    Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Haha ja... Der Kleine "wischt" selbst schon den Boden, wenn er ein Tuch oder einen Lappen in die Hände bekommt - da weiß man genau, bei was er mich drei mal am Tag beobachtet ;)...

      Lieben Gruß!

      Löschen